Der traditionelle Heiratsantrag in ChinaDer Vorgang beginnt mit einem durchorganisierten Heiratsantrag und Anerkennung. Dieser Vorgang wurde in die Hände eines Vermittlers gelegt, welcher als Puffer zwischen den beiden Parteien fungierte – eine Rolle zu vergleichen mit einem heutigen Immobilienhändler. Die wichtigen Parteien des Antrags und der Verlobung waren die Eltern der vorhergesehenen Braut und des Bräutigams, anstatt die Braut und der Bräutigam selbst. “Geheiratet wurde um die Abstammungslinie weiterzuführen und um Allianzen zwischen Familien zu schließen – eine zu wichtige Pflicht um sie in die Händer der Kinder zu legen.” Wenn die Eltern des Jungen eine akzeptable Braut gefunden hatten, wurde der Vermittler eingeschaltet welcher Geschenke für die Eltern des Mädchens überbrachte und um die Seiten zu klären. Falls dem Antrag zugestimmt wurde, verlangte der Vermittler das Datum und die Stunde der Geburt des Mädchens in einem formellen Dokument. Die Familie des Bräutigams plazierte das Dokument für drei Tage auf den Altar. Wenn keine ungünstigen Vorbedeutungen, z.B. Streit zwischen den Eltern oder der Verlust eines Grundstückes innerhalb dieser Zeit stattfanden, wurde die Information zu einem astrologischen Experten gebracht, welcher bestätgigen sollte das alles in Ordnung ist. Falls die Familie des Jungen das Horoskop als günstig sah, gaben die Eltern des Jungen das Datum und die Stunde der Geburt zu dem Vermittler, der es den Eltern des Mädchens übergab. Die Eltern des Mädchens durchliefen dann den gleichen Vorgang wie die des Jungen. Nur wenn beide Ergebnisse als günstig betrachtet wurden, wurde ein Treffen eingeräumt. Schließlich, im Angesicht beider Elternpaare wurde die Erscheinung, Bildung, Charakter und die soziale Position ausgewertet. Wenn beide zufrieden waren wurde zum Vorgang der Verlobigung übergegangen.
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