Chongqing ("Doppelte Feier") wurde ursprünglich Jiangzhou, Yuzhou und dann Gongzhou genannt, bevor die Stadt ihren jetztigen Namen vor rund 800 Jahren von dem Bewohner Zhao Dun erlangte. Zhao Dun wurde kurz aufeinander zum Prinzen und dann 1189 zum Kaiser ernannt. Von der Qin Dynastie (221BC~206BC) aufwärts, haben viele Dynastien ihre verschiedenen Verwaltungsorgane dort errichten, welche die Stadt mit einer brillianten Kultur versorgten. Die Stadt liegt neben dem “Goldenen Fluß” oder Yangtze Fluß. Chongqing ist das Symbol für die Changjiang Zivilisation und ebenso die Wiege der Bayu Kultur.
Die Stadt blickt auf eine lange Tradition als Festung gegen feindliche Invasoren zurück, wenngleich sie im 19. Jahrhundert zum Vertragshafen für Großbritannien und Japan ernannt wurde. Von 1242 bis 1278 hielten im 60 Kilometer nördlich gelegenen Hechuan die Streitkräfte der Song die mongolischen Heerscharen in Schach. Es war der längste ununterbrochene Feldzug auf chinesischem Boden.
Im Jahre 1937 zog sich die Regierung unter Chiang Kai-shek (1887-1975) nach Chongqing zurück, nachdem sie von den Japanern aus Nanjing vertrieben worden war. Chongqing war während des 2. Weltkriegs die provisorische Hauptstadt der Guomindang-Regierung. Der nachfolgende Zustrom von Flüchtlingen und die Bombenangriffe stärkten die Moral nicht gerade, während die Nationalisten mehr mit dem Propagandakrieg gegen die Kommunisten beschäftigt waren als mit dem Kampf gegen die ausländischen Eroberer.
Nach dem Ende des 2. Welkriegs und dem erneuten Ausbruch des Bürgerkriegs infolge gescheiterter Gespräche zwischen Mao Zedong (1893-1976) und Chiang Kai-shek mit US-amerikanischen Unterhändlern blieb Chongqing eine der letzten Bastionen der Guomindang, musste aber im November 1949 vor den kommunistischen Streitkräften kapitulieren.
Heute leben die Menschen dicht gedrängt auf der Halbinsel und in den ständig wachsenden Vororten und Industriegebieten, die sich vom Fluss landeinwärts ausbreiten. Die Stadt ist die "Speerspitze" der Entwicklung Westchinas. Viele der insgesamt circa 1,3 Millionen Menschen, die beim Dreischluchtenprojekt umgesiedelt wurden, sind in Chongqing neu angesiedelt worden.
|