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Reisebericht über Shanghai, Peking, Suzhou, Xian, Guilin, Li-Flußfahrt und Yangtse Kreuzfahrt (Regina Eidner)

Shanghai

Am Ankunftsabend nutzten wir die Gelegenheit zur Skyline-Besichtigung bei Nacht. Wir ließen uns von der beleuchteten Uferpromenade BUND mit Blick auf die optisch sehr wirkungsvolle "Manhattan"-Halbinsel beeindrucken. Kaum zu glauben war, dass sie erst vor 5-6 Jahren erschlossen wurde. Zuvor sollen dort Felder wie auch im gesamten Bereich rechts des Huangpu gewesen sein. Damals wurden alle Transporte mittels Fähre realisiert. Der nächste Tag erweiterte und vertiefte unsere Eindrücke auf einer einstündigen Schifffahrt auf dem Huangpu. Wir fuhren vom BUND an der Skyline vorbei in Richtung Yangtse. An einer beeindruckenden Brücke im innerstädtischen Bereich wendete das Schiff. Einem Stadtplan entnahm ich, dass es 3x täglich reguläre Fahrten zum Yangtse gibt, welcher nahe der Mündung des Huangpu ca. 30 km breit ist. Diese Fahrten gehen bis Wusong, wo der Huangpu in den Yangtse mündet. Falls es uns später mal wieder nach Shanghai verschlägt, sollten wir eine solche Fahrt arrangieren.


Suzhou

Die 45- bis 60miütige Bahnfahrt von Shanghai zum Venedig des Ostens durch ländliche Gebiete war interessant. Suzhou ist neben seinen vielen Kanäle für die Gartenbaukunst bekannt, 3 Gärten standen auf unserem Programm. Wir hatten falsche Vorstellungen, denn die Stadt war mit 1 Million Einwohner viel größer als vermutet, der Großraum Suzhou wird mit 5 Millionen Einwohnern angegeben. Auf der Busfahrt vom Bahnhof zu den weltberühmten Gärten sahen wir nicht einmal ansatzweise das, was ein "Venedig des Ostens" erwarten lässt. Um wenigstens an markanten Stellen einen kurzen Blick auf das Kanalsystem werfen zu können, bat ich den Reiseleiter, an Brücken zwecks Fotostopp anzuhalten. Die völlig unerwartete Antwort lautete: Da fährt der Bus gar nicht lang, denn es ist unmöglich, mit dem Bus in die Altstadt zu fahren. Jörg glaubte, nicht richtig gehört zu haben und betonte, dass er doch wegen der Altstadt hergekommen sei und auch ein Stück laufen könne. Das war im Programm nicht vorgesehen ! Außerdem könne man zu Fuß gar nicht viel sehen (was ich nicht glaube, denn von Brücken herab gewinnt man zahlreiche Einblicke). Als der Reiseleiter die Möglichkeit einer Bootsfahrt erwähnte, ließ Jörg nicht locker, bis die fakultative Bootsfahrt im Plan verankert war. Nur 6 von 40 Teilnehmern ließen sich diese wunderbare Möglichkeit entgehen. Schön sind sie nicht, die Häuser am Kanal. Das besondere Flair kann man ihnen freilich nicht absprechen, im Gegenteil. Bei meinen Reisevorbereitungen hatte ich mir Suzhou durchaus etwa so vorgestellt, wie auf den nachfolgenden Bildern zu sehen ist.

Xian

Xian ist weltberühmt für seine über 7000 lebensgroßen Tonsoldaten der Terrakotta-Armee in einer unterirdischen Anlage.
Die Stadt bzw. die Lebensbedingungen empfand ich als katastrophal. Eine dramatische Umweltverschmutzung bestand während unseres Aufenthaltes infolge Verbrennung von Maispflanzen, was zwar illegal ist, aber wer kann (und will) das schon kontrollieren. Die Folge ist Smog. Unsere örtliche Reiseleiterin verblüffte mich am Ende des ersten Tages damit, dass sie uns auch für den zweiten Tag Sonne wünschte. Also hatten wir wohl noch Glück ? Wo aber war die Sonne ? Jedenfalls habe ich die mir sonst unentbehrliche Sonnenbrille nicht vermisst, welche ich aus Versehen im Hotel zurückgelassen hatte. Die Landschaft war überall mit einer dünnen grauen Schicht bedeckt. Daher waren die Tempel in der Wildganspagode eben nicht wirklich rot und auch die anderen Farben kamen wenig zur Geltung. Das Laub auf den Bäumen war grau und irgendwie schaffte es mein Gehirn nicht, es als Grün zu empfinden.. Zwar soll der Smog nur im Oktober, also in der Maiserntezeit so sein, wie von mir beschrieben, aber uns wurden auch die Tücken der anderen Jahreszeiten genannt. Im Sommer steigt die Temperatur auf über 40 °C, im Winter weht ein unangenehm frischer Wind bei 10°C unter dem Gefrierpunkt. Derzeit haben wir 10-14 °C. Und außer monotonen Feldern gibt es nichts ! Rund herum keine Senke, keine Baumgruppe, kein Stück ungenutzte Natur ! Xian ist etwa das Gegenteil von einer Gegend, in der ich gern wohnen möchte. 

 

>> mehr darüber findet Ihr auf der Webseite von Regina und Jörg Eidner

 

 

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